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    Auswahlhilfen & Normen

      Auswahlhilfen
      Nutzen Sie unsere Auswahlhilfen, um für Ihre Tätigkeiten die richtige Schutzkleidung einfach zu finden.

      Schadstoff Filterklasse
      Acrylamid P3 
      Aluminium, -oxid P2 
      Aluminiumchlorid, -oxid-Rauch P2/P3 
      Ammoniumchlorid P2 
      Antimon P3 
      Arsenige Säure P3 
      Arsentrioxid (Arsenik) P3 
      Asbest P2 
      Asbest ab 50.000 Fasern pro m³ P3 
      Asche P2
      Ätzalkali P2 
      Bakterien (Risikogruppe 2) P2 
      Bariumverbindungen, lösl. P2 
      Baumwollstaub P2 
      Benzo(a)pyren -Kokereien P3 
      Benzonsäure P2 
      Beryllium P3 
      Beton P2 
      Biqhenyl P3 
      Blei und Verbindungen P3 
      Bleichromat, -rauch P3 
      Boroxid - Borsäure P3
      Cadmium und Verbindungen P3 
      Calciumhydroxid, -oxid P2 
      Calciumsulfat P2 
      Carbonfasern P2 
      Chrom(VI)-Verbindungen P3 
      Cobalt-Metall, -Oxid, -Sulfid P3 
      Cyanide (z. B. Cyankali...) P2 
      Dieselmotor-Emissionen P3 
      Diisocyanate (TDI, MDI, HDI) P3 
      Edelstahl (Rauch, Feinstaub) P3
      Eisenoxide P2 
      Enzyme P3 
      Farbe/Lack P2 
      Farbe/Lack mit Chromaten P3 
      Fluoride P2 
      Gips (Calciumsulfat) P2
      Glasfasern/Mineralwolle P2 
      Graphit P2 
      Hexachlorcyclohexan P2 
      Holzstaub P2 
      Insektizide P3
      Isocyanate siehe Diisocyanate P3 
      Jod P2 
      Kaliumhydroxid, Kalilauge P2 
      Kalk -gebrannt P2 
      Kieselglas, -gut, -gur, -rauch, -säure P2 
      Kühlschmierstoffe P2 
      Kupfer, -rauch P2
      Lötdämpfe P2 
      Magnesiumoxid P2 
      Marmor P2 
      Mauerwerk P2 
      Mehlstaub P1 
      Molybdänverbindungen, lösl. P2 
      Müllsortierung P3 
      Naphthalin P3 
      Natriumazid P2 
      Natriumhydroxid, Natronlauge P2 
      Nickel-Metall, -Oxid, -Sulfid P3
      Parathion (E605) P3 
      Pflanzenschutzmittel P2 
      Phenylhydrazin P3 
      Pilzsporen P2 
      Platin P3 
      Pollen P2 
      Polychlorierte Biphenyle (PCB) P3 
      Polyvinylchlorid (PVC) P2 
      Quarz P3
      Quarzhaltiger Feinstaub P3 
      Rauch P2 
      Rost P2 
      Rostschutzanstrich P2 
      Rostschutzanstrich mit Chromaten P3 
      Ruß P2 
      Salze der Arsenigen Säure P3 
      Schwefelsäure P2/P3 
      Schweißrauch allgemein P2 
      Silber und -verbindungen (lösl.) P3 
      Siliciumcarbid P2 
      Spachtelmasse P1 
      Stahl P2 
      Stahl, hochlegiert P3 
      Stahl Anti-Fouling-Lacke P3 
      Steinstaub P1 
      Steinstaub, quarzhaltig P2 
      Synthetische Mineralfasern P3 
      Tabak-Rauch P3 
      Tabak-Staub P2 
      Talk P2 
      Titanoxid P2 
      Tributyl-zinnverb. (TBTO) P3 
      Uranverbindungen P3 
      Vanadiumpentoxid P3 
      Viren/Bakterien (Risikogruppe 3) P3 
      Zement P2 
      Zinkoxid-Rauch P2 
      Zinnverbindungen, anorganisch/organisch P3 
      Zytostatika P3 

      EN 166

      Diese Europäische Norm legt funktionelle Anforderungen für unterschiedliche Arten persönlicher Augenschutzgeräte sowie deren Kennzeichnung fest.
      Um das für den jeweiligen Arbeitsvorgang erforderliche Sehen zu gewährleisten, müssen die prismatischen, sphärischen und astigmatischen Brechwerte, die in den
      Normen genannten Bedingungen erfüllen. Entsprechend diesen Brechwerten werden die Sichtscheiben in drei optischen Klassen eingeteilt:


      Klasse 1: für den Dauergebrauch
      z.B. Arbeiten mit besonders hohen Anforderungen an die Sehleistung

      Klasse 2: für gelegentlicher Gebrauch
      z.B. Arbeiten mit durchschnittlichen Anforderungen an die Sehleistung

      Klasse 3: nur in Ausnahmefällen
      z.B. für grobe Arbeiten ohne größere Anforderungen an die Sehleistung

       


      Vor dem Einsatz der Schutzanzüge sollte grundsätzlich der Verwendungszweck, die eingesetzten Gefahrenstoffe und die Arbeitsdauer geprüft werden.
      Eine wichtige Hilfe bietet die Richtlinie 89/686/EWG für persönliche Schutzausrüstung. Diese definiert drei Gefahrenkategorien nach Einsatzbereichen:


      Kategorie 1

      Einfache Schutzausrüstung für geringe Gefahren.

      Kategorie 2

      Schutzausrüstung zur Abwehr von Gefahren, die nicht Kategorie 1 oder 3 entsprechen.

      Kategorie 3

      Komplexe Schutzausrüstung für hohe Risiken zum Schutz gegen tödliche Gefahren oder ernste irreversible Gesundheitsschäden.

      Innerhalb der Kategorie 3 wurden Schutzklassen definiert, um dem Benutzer die Wahl der geeigneten Schutzanzüge für den jeweiligen Einsatzbereich zu vereinfachen:

         Flüssigkeitsdichte Schutzkleidung    Spraydichte Schutzkleidung
         Partikelschutz    Schutz vor flüssigen Chemikalien


      Größentabelle

       Vor dem Einsatz der Schutzanzüge sollte grundsätzlich der Verwendungszweck, die eingesetzten Gefahrenstoffe und die Arbeitsdauer geprüft werden.
      Eine wichtige Hilfe bietet die Richtlinie 89/686/EWG für persönliche Schutzausrüstung. Diese definiert drei Gefahrenkategorien nach Einsatzbereichen:


      Kategorie 1
      Einfache Schutzausrüstung für geringe Gefahren.


      Kategorie 2
      Schutzausrüstung zur Abwehr von Gefahren, die nicht Kategorie 1 oder 3 entsprechen.

      Kategorie 3
      Komplexe Schutzausrüstung für hohe Risiken zum Schutz gegen tödliche Gefahren oder ernste irreversible Gesundheitsschäden. Innerhalb der Kategorie 3 wurden Schutzklassen definiert, um dem Benutzer die Wahl der geeigneten Schutzanzüge für den jeweiligen Einsatzbereich zu vereinfachen:


          Flüssigkeitsdichte Schutzkleidung


          Spraydichte Schutzkleidung


          Partikelschutz


          Schutz vor flüssigen Chemikalien



      Größentabelle



       

      Handschuhgröße

      Handumfang messen

      Handumfang in cm < 17,5 17,5 – 19,0 19,0 – 21,5 21,5 – 23,5 > 23,5
      Empfohlene DACH-Größe XS S M L XL
      Internationale XS XS – S S – M M L







      ChemikalieNitrilLatexPVC / VinylNeopren
      Acetaldehyd++++
      Aceton+
      Acrylamid+++++
      Akrylsäure
      Ameisensäure 10 %+++
      Ameisensäure 50 %++
      Ameisensäure 90%– + 
      Ammoniak++ – 
      Ammoniumacetat++++++++
      Amylalkohol+++++
      Benzol
      Benzin++
      Butylacetat
      Butylalkohol+++
      Butylether++
      Chlorbenzol
      Calciumhydroxid+++++++++++
      Chlornaphthaline– – – 
      Chloroform
      Chromsäure 10%++++++
      Dibutylphthalat+++++++
      Diethylamin– – 
      Diisobutylketon++ – – 
      Dimethylformamid– – 
      Essigsäure 10%++++ +++ 
      Essigsäure 50%+++
      Essigsäure 100%– – ++
      Ethidiumbromid++++
      Ethylalkohol (Ethanol)++++++++
      Ethylacetat
      Ethylether+
      Fischöl+++ +++ 
      Fluorwasserstoffsäure 10%+++++
      Fluorwasserstoffsäure 40%+
      Formaldehyd 40%+++++
      Glycerin+++++++++++
      Glykolether+++++
      Isobutylalkohol+++++
      Isopropylalkohol+++++
      Kalilauge+++++++++
      Kerosin++++
      Kresol++
      Maschinenöl+++
      Methylalkohol (Methanol)+
      Methylamin+++
      Methylenbromid
      Methylethylketon
      Methylisobutylketon
      Mineralöl / Heizöl+++++
      Natriumhypochlorid++++++++
      Natronlauge 10%++++++++++
      Natronlauge 30%+++++++++
      Octylalkohol++++++
      Ölsäure++++++
      Oxalsäure++++++++
      Pflanzenöl+++++
      Phenol++++
      Phosphorsäure 50%+++++++++++
      Phosphorsäure 75%+++++++
      Propylalkohol+++
      Rizinusöl+++++++++
      Salpetersäure 10%+++++++
      Salpetersäure 30%++
      Salpetersäure 70%+
      Salzsäure 10%+++++++++++
      Salzsäure 20%++++++++
      Salzsäure 38%+++++++
      Schwefelsäure 10%++++++++++++
      Schwefelsäure 30%++++++++++
      Schwefelsäure 98%+
      Schweröl A+++
      Styrol
      Tetrachlorethylen
      Tetrachlorkohlenstoff
      Tierisches Öl+++++
      Toluol
      Trichlorethylen
      Wasserstoffperoxid 5%+++++
      Wasserstoffperoxid 30%+++++
      Xylol+
      Zitronensäure+++++++++


      Diese Tabelle stellt eine reine Orientierungshilfe dar und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
      Die Chemikalienbeständigkeit ist von zahlreichen Faktoren wie Temperatur, Kontaktdauer, Konzentration
      und Handschuhdicke abhängig. Wir empfehlen, für jeden Einsatzzweck einen Eignungstest durchzuführen.
      DACH Schutzbekleidung übernimmt keinerlei Verpflichtungen oder Haftungen im Zusammenhang mit
      den in dieser Tabelle gemachten Angaben.

      Erläuterung
      Sehr gut geeignet +++
      Gut geeignet ++
      Bedingt geeignet +
      Nicht ratsam –







      Normen & Vorschriften

                 

      Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien
      Leistungsanforderungen an Chemikalienschutzanzüge mit flüssigkeitsdichten (Typ 3) oder spraydichten (Typ 4) Verbindungen zwischen den Teilen der Kleidung.


      Anwendungsbereich

      Diese Norm legt die Mindestanforderungen für folgende Typen begrenzte Anwendung bestimmter sowie wiederverwendbarer Chemikalienschutzkleidung fest:

      Typ 3: flüssigkeitsdichte Kleidung
      Typ 4: spraydichte Kleidung


      Leistungsanforderungen an Material

      Materialen für Chemikalienschutzkleidung müssen nach den folgenden Anforderungen und entsprechend den in EN 14325 festgelegten Prüfverfahren geprüft werden. Für alle Anforderungen muss die Leistungsstufe 1 erzielt werden.


      Abschnitt in EN14325:2004LeistungsanforderungenMin. Leistungsstufe
      4.4Abriebfestigkeit1
      4.5Biegerissfestigkeit1
      4.6Biegerissfestigkeit bei -30°C1
      4.7Weiterreißfestigkeit1
      4.9Zugfestigkeit1
      4.10Durchstichfestigkeit1
      4.11Durchstichfestigkeit1
      4.14Widerstand gegen Entflammung1

      *: Gilt nur für Kleidung zur Verwendung bei sehr niedrigen Temperaturen


      Leistungsanforderung für Nähte, Verbindungen und Verbünde

      Nähte, Verbindungen und Verbünde müssen nach den Anforderungen der folgenden Tabelle und den entsprechenden Abschnitten nach EN 14325 geprüft und eingestuft werden.

      LeistungsanforderungenReferenz
      Beständigkeit gegen die Permeation von FlüssigkeitenEN 14325:2003
      Beständigkeit gegen die Penetration von FlüssigkeitenEN 463 oder EN 468
      NahtfestigkeitEN 14325:2003, 5.5

      Anforderung an den ganzen Anzug

      1. Chemikalienschutzkleidung muss die Anforderungen der EN340 (allgemeine für Schutzkleidung) erfüllen.
      2. Beständigkeit gegen Durchdringen von Flüssigkeiten: Typ 3-Chemikalienschutzkleidung muss gegen Durchdringen von Flüssigkeiten mit einem Jet-Test durch Versuchspersonen geprüft werden. Typ 4-Chemikalienschutzkleidung muss gegen Durchdringen von Flüssigkeiten mit einem Spray-Test durch Versuchspersonen geprüft werden.
      3. Beständigkeit gegen Durchdringen von Flüssigkeiten:
        • Typ 3-Chemikalienschutzkleidung muss gegen Durchdringen von Flüssigkeiten mit einem Jet-Test, durch Versuchspersonen, geprüft werden.
        • Typ 4-Chemikalienschutzkleidung muss gegen Durchdringen von Flüssigkeiten mit einem Spray-Test, durch Versuchspersonen, geprüft werden.

      Kennzeichnung

      1. Der Name, das Warenzeichen zur Identifizierung des Herstellers
      2. Typnummer oder Modellnummer des Herstellers
      3. Klasse: Typ 5
      4. Die Nummer dieser Europäischen Norm
      5. Größe nach EN 340
      6. Eine Informationsbroschüre des Herstellers muss mit jeder kleinsten Handelspackung mitgeliefert werden
      7. Piktogramm zur Kennzeichnung, dass die Kleidung zum Schutz gegen Chemikalien bestimmt ist, sowie Piktogramm, dass die Gebrauchsanweisung und alle weiteren Informationen des Herstellers gelesen werden müssen

      Anwendungsbereich

      Diese Norm legt die Eigenschaften von Handschuhen zum Schutz des Anwenders vor Chemikalien und/oder Mikroorganismen fest.

      Sie gilt in Verbindung mit der Grundnorm DIN EN420 und legt keine Anforderungen gegen jegliche Gefährdungen durch mechanische Beanspruchung fest. Hier wird auf die DIN EN 388 verwiesen.

      Einstufung

      Die DIN EN 374 besteht aus drei Teilen. Sie legt die Anforderungen an Handschuhe fest, die den Anwender gegen Chemikalien und/oder Mikroorganismen schützen.

      DIN EN374-1: Terminologie und Leistungsanforderungen

      Diese Norm legt Anforderungen fest, die den Benutzer gegen Chemikalien und/oder Mikroorganismen schützen und defi niert die gebräuchlichen Begriffe.

      DIN EN374-2: Bestimmung des Widerstandes gegen Penetration von Chemikalien

      In dieser Norm wird ein Prüfverfahren für den Widerstand bei Handschuhen gegen Penetration, die gegen Chemikalien und/oder Mikroorganismen schützen, beschrieben.

      DIN EN374-3: Bestimmung des Widerstandes gegen Permeation von Chemikalien

      Diese Norm behandelt die Bestimmung des Widerstandes von Werkstoff en für Schutzhandschuhe gegen die Permeation von möglicherweise gefährdenden, nicht gasförmigen Chemikalien unter der Bedingung des ununterbrochenen Kontaktes.

      Anforderungen

      Penetration
      Sie bezeichnet das Eindringen einer Chemikalie und/oder eines Mikroorganismus (auf nicht molekularer Ebene) durch poröse Stellen, Nähte, Nadellöcher oder andere Defekte in einen Schutzhandschuh. Handschuhe müssen dicht sein bei der Prüfung nach den in den entsprechenden Abschnitten der EN 374-2 angegeben Prüfverfahren (Luft-Leck-Prüfung und Wasser-Leck-Prüfung).Diese Prüfung erfolgt anhand des AQL-Wertes (acceptance quality limit) nach ISO 2859.

      Leistungsindex AQL-Wert Prüfniveau
      Klasse 3 < 0,65 G1
      Klasse 2 < 1,5 G1
      Klasse 1 < 4,0 S4



      Permeation
      Dieser Begriff meint die Durchbruchszeiten, die eine gefährliche Flüssigkeit bis zum Hautkontakt benötigt. Die Gummi- und Kunststoff schichten eines Handschuhs bilden nicht immer eine Flüssigkeitsbarriere. Manchmal reagieren sie wie ein Schwamm, indem sie Flüssigkeit aufsaugen und gegen die Haut drücken. Daher ist es wichtig, die Permeation zu ermitteln.Alle Chemikalientests werden in Durchbruchszeiten klassifi ziert (Leistungsindex 0 bis 6).

      Leistungsindex Durchbruchszeit
      Klasse 1 > 10 Minuten
      Klasse 2 > 30 Minuten
      Klasse 3 > 60 Minuten
      Klasse 4 > 120 Minuten
      Klasse 5 > 240 Minuten
      Klasse 6 > 480 Minuten



      Definition & Kennzeichnung

      Bild 1

      Ein Handschuh wird als beständig gegen Chemikalien angesehen, wenn ein Leistungsindex von mindestens Klasse 2 bei drei Prüfchemikalien in untenstehender Tabelle (Anhang A der EN 374-3) erhalten wird. Die zutreffenden Kennbuchstaben der Chemikalien müssen angegeben werden.

      Kennbuchstabe Prüfchemikalie CAS-Nummer Klasse
      A Methanol 67-56-1 Primärer Alkohol
      B Aceton 67-64-1 Keton
      C Acetonitril 75-05-8 Nitrilverbindung
      D Dichlorcmethan 75-09-2 Chloriertes Paraffin
      E Kohlenstoffdisulfid 75-15-0 Schwefelhaltige organische Verbindung
      F Toluol 108-88-3 Aromatischer Kohlenwasserstoff
      G Diethylamin 109-89-7 Amin
      H Tetrahydrofuran 109-99-9 Heterozyklische und Etherverbindungen
      I Ethylacetat 141-78-6 Ester
      J n-Heptan 142-85-5 Aliphatischer Kohlenwsserstoff
      K Natriumhydroxid 40% 1310-73-2 Anorganische Base
      L Schwefelsäure 96% 7664-93-9 Anorganische Säure




      Bild 2:

      Ein Handschuh wird als geringe chemikalienbeständig oder flüssigkeitsdicht angesehen, wenn nicht bei mindestens drei Chemikalien der Definitionsliste eine Mindestdurchbruchszeit von 30 Minuten erreicht, aber den Penetrationstest besteht.

      Bild 1 und Bild 2 dürfen nicht zusammen für den gleichen Handschuh verwendet werden.

      Bild 3:

      Ein Handschuh wird als beständig gegen Mikroorganismen angesehen, wenn er mindestens die Klasse 2 des Penetrationstests erfüllt (AQL < 1,5).

      DIN EN 407: Schutzhandschuhe gegen thermische Risiken

      Anwendungsbereich

      Diese Norm legt die thermischen Eigenschaften von Handschuhen zum Schutz vor Hitze und/oder Feuer fest.


      Einstufung und Anforderungen

      Alle Handschuhe müssen mindestens die Leistungsebene 1 für Abrieb- und Weiterreißfestigkeit der EN 388 erzielen und allen Anforderungen der EN 420 entsprechen.

      Die Art und der Grad der Schutzfunktion werden durch ein Piktogramm, mit den Zahlen 1 bis 6 angegeben, die sich auf spezifische Schutzeigenschaften beziehen.

      Entsprechend des Einsatzbereiches müssen nur die Anwendung relevanten Prüfverfahren durchgeführt werden. Wird statt einer dieser Ziffern ein „X“ angegeben, dann bedeutet dies, dass diese Schutzeigenschaft nicht getestet wurde.


      Test Leistungsindex

      1 2 3 4
      a. Brennfestigkeit (Nachbrenn- und Nachglimmzeit in s) ≤ 20
      Nicht erf.
      ≤ 10
      ≤ 120
      ≤ 3
      ≤ 25
      ≤ 2
      ≤ 5
      b. Kontakthitzefestigkeit (Kontakttemperatur in °C und Grenzwertzeit in s) 100
      ≥ 15
      250
      ≥ 15
      350
      ≥ 15
      500
      ≥15
      c. Konvektionshitzefestigkeit (Hitzeübertragungsindex in s) ≥ 4 ≥ 7 ≥ 10 ≥ 18
      d. Beständigkeit gegen Strahlungswärme in s ≥ 7 ≥ 20 ≥ 50 ≥ 95
      e. Beständigkeit gegen Anzahl von kleinen Flüssigmetall-Spritzer ≥ 10 ≥ 15 ≥ 25 ≥ 35
      f. Beständigkeit gegen große Mengen Flüssigmetall in g 30 60 120 200





      a. Brennfestigkeit


      Leistungsindex 1 – 4

      Zeit in Sekunden, die das Material weiter brennt oder glüht, nachdem die Flamme vom Prüfkörper entfernt wurde. Die Nähte des Handschuhs dürfen sich nach einer Brandzeit von 15 Sekunden nicht auflösen.


      b. Kontakthitzefestigkeit


      Leistungsindex 1 – 4

      Im Temperaturbereich von 100-500 °C verspürt der Anwender für mindestens 15 Sekunden keine Schmerzen. Wird eine EN-Ebene 3 oder höher erzielt, muss das Produkt im Brandfestigkeitstest ebenfalls mindestens die EN-Ebene 3 erfüllen, da ansonsten eine maximale Kontakthitzefestigkeit der Ebene 2 eingetragen wird.


      c. Konvektionshitzefestigkeit


      Leistungsindex 1 – 4

      Bedeutet die Zeitdauer, in der ein Handschuh die Hitzeübertragung von einer Flamme verzögern kann. Eine Leistungsebene wird nur dann angegeben, falls im Brandfestigkeitstest die Leistungsebenen 3 oder 4 erreicht werden.


      d. Beständigkeit gegen Strahlungswärme


      Leistungsindex 1 – 4

      Die Zeitdauer, in der ein Handschuh die Hitzeübertragung einer Strahlungshitzequelle verzögern kann. Eine Leistungsebene wird nur angegeben, wenn im Brandfestigkeitstest die Leistungsebenen 3 oder 4 erzielt werden.


      e. Beständigkeit gegen kleine Flüssigmetall-Spritzer


      Leistungsindex 1 – 4

      Zahl der Flüssigmetall-Tropfen, die nötig sind um den Handschuh auf eine bestimmte Temperatur zu bringen. Eine Leistungsebene wird nur angegeben, wenn im Brandfestigkeitstest die Leistungsebenen 3 oder 4 erreicht werden.


      f. Beständigkeit gegen große Mengen Flüssigmetall


      Leistungsindex 1 – 4

      Bedeutet das erforderliche Gewicht geschmolzenen Metalls für das Auslösen einer Glättung oder Durchlöcherung eines Hautimitates, das direkt hinter dem Testhandschuh angebracht wurde. Der Test gilt als fehlgeschlagen, wenn sich Metalltropfen am Handschuhmaterial festsetzen oder das Testmuster entflammt.


      DIN EN ISO 13982-1: Schutzkleidung gegen feste Partikel

      Leistungsanforderungen an Chemikalienschutzkleidung, die für den gesamten Körper einen Schutz gegen luftgetragene feste Partikeln gewährt (Kleidung Typ 5)

      Anwendungsbereich

      Diese Norm legt die Mindestanforderungen an teilchendichte Chemikalienschutzanzüge fest, die widerstandsfähig gegen die Penetration schwebender fester Teilchen sind (Typ 5). Bei diesen Kleidungsstücken handelt es sich um Ganzkörperschutzkleidung, wie etwa einteilige Overalls oder zweiteilige Anzüge, mit oder ohne Haube oder Sichtscheibe, mit oder ohne Fußschutz. Dieser Teil der EN ISO 13982 gilt nur für schwebende, feste Teilchen.

      Leistungsanforderungen an Material

      Materialien für Chemikalienschutzkleidung müssen nach den folgenden Anforderungen und entsprechend den in EN 14325 festgelegten Prüfverfahren geprüft werden. Für alle Anforderungen muss die Leistungsstufe 1 erzielt werden.

      Abschnitt in EN14325:2004 Leistungsanforderungen Min. Leistungsstufe
      4.4 Abriebfestigkeit 1
      4.5 Biegerissfestigkeit 1
      4.7 Weiterreißfestigkeit 1
      4.10 Durchstichfestigkeit 1
      4.14 Widerstand gegen Entflammung 1

      Leistungsanforderung für Nähte, Verbindungen und Verbünde

      1. Widerstand gegen das Durchdringen von Flüssigkeiten
      Die Nähte müssen so ausgeführt sein, dass sie eine Penetration von festen Teilchen durch Stichlöcher oder durch andere Komponenten der Naht auf ein Mindestmass reduziert oder verhindert wird.

      2. Nahtfestigkeit
      Die Leistung ist nach EN 14325:2004, 5.5 (Tabelle 13) angegebenen Leistungsstufen einzustufen. Es ist bei den Nähten eine Mindestfestigkeit der Leistungsstufe 1 zu erzielen.

      Anforderung an den ganzen Anzug

      1. Chemikalienschutzanzüge des Typs 5 müssen die Anforderungen der EN340 (allgemeine für Schutzkleidung) erfüllen.
      2. Nach innen gerichtete Leckage von Aerosolen fester Teilchen: Schutzanzüge müssen nach dem in ISO 13982-2 beschriebenen Verfahren auf die innen gerichtete Leckage von Aerosolen fester Teilchen geprüft werden. Die Prüfung wird durch Versuchspersonen durchgeführt.

      Kennzeichnung

      1. Der Name, das Warenzeichen zur Identifizierung des Herstellers.
      2. Typnummer oder Modellnummer des Herstellers.
      3. Klasse: Typ 5.
      4. Die Nummer dieser Europäischen Norm.
      5. Größe nach EN 340
      6. Eine Informationsbroschüre des Herstellers muss mit jeder kleinsten Handelspackung mitgeliefert werden.
      7. Piktogramm zur Kennzeichnung, dass die Kleidung zum Schutz gegen Chemikalien bestimmt ist, sowie Piktogramm, dass die Gebrauchsanweisung und alle weiteren Informationen des Herstellers gelesen werden müssen.


      EN 1149-1: Schutzkleidung - elektrostatische Eigenschaften

      Teil 1: Prüfverfahren für die Messung des Oberflächenwiderstandes

      Diese Europäische Norm wurde im Rahmen eines Mandates, das dem CEN von der Europäischen Kommission und der Europäischen Freihandelszone erteilt wurde, erarbeitet und unterstützt grundlegende Anforderungen der EU-Richtlinie.

      Die Norm ist Teil einer Serie von Prüfungen und Anforderungen für elektrostatische Eigenschaften von Schutzkleidung. Verschiedene Teile sind durch die unterschiedlichen Anwendungsbereiche und Materialien notwendig. 

      Anwendungsbereich

      Diese Norm legt für elektrostatisch ableitfähige Schutzkleidung die elektrostatischen Anforderungen zur Vermeidung von zündfähigen Entladungen und die entsprechenden Prüfverfahren fest. In brennbaren Atmosphären, die mit Sauerstoff angereichert sind, können die Anforderungen möglicherweise nicht genügen. Das Prüfverfahren ist für Materialien mit Fasern mit leitfähiger Seele nicht anwendbar. Diese Norm ist nicht auf den Schutz gegen Netzspannung anwendbar. 

      Leistungsanforderungen

      Bei homogenen Materialien muss der spezifische Oberflächenwiderstand unter 5×1010 Ω liegen.

      Kennzeichnung

      Die Kennzeichnung hat gemäß EN 340 ( Schutzbekleidung – Allgemeine Anforderungen ) zu erfolgen und muss das folgende Piktogramm tragen.

      EN 13034: Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien

      Leistungsanforderungen an Chemikalienschutzkleidung mit eingeschränkter Schutzleistung gegen flüssige Chemikalien (Ausrüstung Typ 6)


      Anwendungsbereich

      Diese Norm legt die Mindestanforderungen an flüssigkeitsdichte, wieder verwendbare Chemikalienschutzanzüge und solche zum begrenzten Einsatz (Typ 6) fest. Sie bieten dort eingeschränkten Schutz gegen die Einwirkung von flüssigen Aerosolen, Spray und leichten Spritzern, wo das Risiko einer chemischen Einwirkung als gering bewertet wurde und die Art der möglichen Exposition, Spray, Nebel usw. als geringes Risiko definiert ist.

      Solche Kleidungsstücke können Schutzkleidungen für den gesamten Körper wie einteilige Overalls oder zweiteilige Anzüge mit oder ohne Haube oder Sichtscheibe, mit oder ohne Füßlinge oder Überschuhe sein, und sie können mit oder ohne Atemschutzausstattung getragen werden.


      Leistungsanforderungen an Material

      Materialien für Chemikalienschutzkleidung müssen nach den folgenden Anforderungen und entsprechend den in EN 14325 festgelegten Prüfverfahren geprüft und eingestuft werden.

      Abschnitt in EN14325:2004 Leistungsanforderungen Min. Leistungsstufe
      4.4 Abriebfestigkeit 1
      4.7 Weiterreißfestigkeit 1
      4.9 Zugfestigkeit 1
      4.10 Durchstichfestigkeit 1
      4.12 Flüssigkeitsabweisung 3
      4.13 Widerstand gegen das Durchdringen von Flüssigkeiten 2
      4.14 Widerstand gegen Entflammung 1

      Leistungsanforderung für Nähte, Verbindungen und Verbünde

      1. Widerstand gegen das Durchdringen von Flüssigkeiten
      Die Nähte müssen so ausgeführt sein, dass sie eine Penetration von festen Teilchen durch Stichlöcher oder durch andere Komponenten der Naht auf ein Mindestmass reduziert oder verhindert wird.

      2. Nahtfestigkeit
      Die Leistung ist nach EN 14325:2004, 5.5 (Tabelle 13) angegebenen Leistungsstufen einzustufen. Es ist bei den Nähten eine Mindestfestigkeit der Leistungsstufe 1 zu erzielen.


      Anforderung an den ganzen Anzug

      1. Chemikalienschutzanzüge des Typs 6 müssen die Anforderungen der EN340 (allgemeine für Schutzkleidung) erfüllen.
      2. Widerstand gegen Penetration von Flüssigkeiten (Spray-Test) wird nach EN 468 durch Versuchspersonen durchgeführt.


      Kennzeichnung

      1. Der Name, das Warenzeichen zur Identifizierung des Herstellers
      2. Typnummer oder Modellnummer des Herstellers
      3. Klasse: Typ 6
      4. Die Nummer dieser Europäischen Norm
      5. Größe nach EN 340
      6. Eine Informationsbroschüre des Herstellers muss mit jeder kleinsten Handelspackung mitgeliefert werden
      7. Piktogramm zur Kennzeichnung, dass die Kleidung zum Schutz gegen Chemikalien bestimmt ist, sowie Piktogramm, dass die Gebrauchsanweisung und alle weiteren Informationen des Herstellers gelesen werden müssen



      EN 14126: Schutzkleidung gegen Infektionserreger

       

      Anwendungsbereich

      Diese Norm legt die Anforderungen und Prüfverfahren für wiederverwendbare und im Gebrauch begrenzte Schutzkleidung gegen Infektionserreger fest.

      Leistungsanforderungen an Material

      1. Mechanische Anforderungen und Anforderungen an die Entflammbarkeit (ggf. Chemische Anforderungen) sind nach den Prüfverfahren und dem Einstufungssystems für die Leistung, die in den entsprechenden Abschnitten der EN14325 festgelegt sind, zu prüfen und einzustufen.
      2. Leistungsanforderungen für den Widerstand gegen Penetration von Infektionserregern werden durch folgende Tests geprüft:
        Widerstand gegen Penetration kontaminierter Flüssigkeiten unter hydrostatischem Druck. Widerstand gegen Penetration von Infektionserregern aufgrund mechanischen Kontakts mit Substanzen, die kontaminierte Flüssigkeiten enthalten. Widerstand gegen die Penetration kontaminierter flüssiger Aerosole. Widerstand gegen die Penetration kontaminierter Feststoff teilchen.

      Leistungsanforderung für Nähte, Verbindungen und Verbünde

      Nähte, Verbindungen und Verbünde für Schutzkleidung gegen Infektionserreger müssen nach den Anforderungen den entsprechenden Abschnitten nach EN 14325 geprüft und eingestuft werden.

      Anforderung an den ganzen Anzug

      Schutzkleidung gegen Infektionserreger muss die einschlägigen Anforderungen der EN340 (allgemeine für Schutzkleidung) erfüllen sowie die Anforderungen an den gesamten Anzug, die in der einschlägigen Norm für chemische Schutzkleidung festgelegt sind.

      Kennzeichnung

      Die Kleidung muss nach den anwendbaren Anforderungen der einschlägigen Norm für chemische Schutzkleidung gekennzeichnet werden.
      Die Kennzeichnung für Schutzkleidung gegen Infektionserreger muss folgende zusätzliche Angaben enthalten:
      1. Die Nummer dieser Europäischen Norm.
      2. Den Typ der Schutzkleidung mit dem Anhangsbuchstaben „B“.
      3. Das Piktogramm für Biologische Gefährdung


      EN 14683:2019: Chirurgische Masken – Anforderungen und Prüfverfahren

      Vorwort

      Diese Europäische Norm konkretisiert die einschlägigen Anforderungen der EG-Richtlinie 93/42/EWG über Medizinprodukte gemäß den aktuellen Vorgaben der EU Kommission.


      Einleitung

      Die Übertragung infektiöser Keime während chirurgischer Eingriffe kann auf mehreren Wegenerfolgen. Eine Infektionsquelle ist z.B. die Nase oder der Mund eines Mitglieds der Operationsmannschaft. Medizinische Gesichtsmasken dienen hauptsächlich dazu, die Übertragung infektiöser Keime vom Personal aufPatienten in Operationssälen und anderen medizinischen Einrichtungen zu begrenzen. In bestimmten Situationen werden sie als Spritzschutz des Trägers vor möglicherweise kontaminierten Flüssigkeiten eingesetzt werden. Darüber hinaus können sie von Patienten und anderen Personen zur Verminderung des Risikos einer Verbreitung von Infektionen getragen zu werden, insbesondere in epidemischen oder pandemischen Situationen.


      Anwendungsbereich

      Die Norm befasst sich mit Aufbau und Gestaltung, Leistungsanforderungen sowie Prüfverfahren für medizinische Gesichtsmasken.Eine medizinische Gesichtsmaske mit einer geeigneten mikrobiologischen Barriere kann ebenso hinsichtlich der Verringerung von Absonderungen infektiöser Keime aus Mund und Nase eines asymptomatischen Trägers oder eines Patienten mit klinischen Symptomen wirksam sein. Diese Europäische Norm gilt nicht für Masken, die ausschließlich für den persönlichen Schutz des Personals bestimmt sind.


      Einstufung

      Medizinische Gesichtsmasken werden nach verschiedenen Kriterien in zwei Typen eingeteilt (Typ I und Typ II), wobei Typ II weitergehend danach eingeteilt wird, ob die Maske flüssigkeitsresistent ist oder nicht.

      Im Gegensatz zu früheren Versionen (z.B. 2005 und 2014) ist nun auch ein bestimmter Grenzwert der Keimbelastung des noch unbenutzten Produkts festgelegt worden, der zur Erfüllung der Norm nicht überschritten werden darf. Somit wird gewährleistet, dass von der Maske keine mikrobielle Gefahr für den Träger oder den Patienten ausgeht.


      Leistungsanforderungen

      Klassifizierung Typ I** Typ II Typ IIR*
      Bakterielle Filterleistung (BFE) ≥ 95% ≥ 98% ≥ 98%
      Atemwiderstand (Pa/cm²) < 40 < 40 < 60
      Druck des Spritzwiderstandes (kPA) Entfällt Entfällt ≥ 16,0
      Mikrobiologische Reinheit (KBE/g) ≤ 30 ≤ 30 ≤ 30

      * Typ IIR ist ein flüssigkeitsresistenter Typ.

      ** Medizinische Gesichtsmasken des Typs I sollten ausschließlich bei Patienten und anderen Personen zur Verminderung des Risikos einer Infektionsverbreitung insbesondere in epidemischen oder pandemischen Situationen verwendet werden. Masken des Typs I sind nicht für medizinisches Fachpersonal in Operationsräumen oder in anderen medizinischen Einrichtungen mit ähnlichen Anforderungen gedacht.


      Kennzeichnung

      Sowohl bei der Richtlinie über Medizinprodukte (93/42/EWG) als auch der Verordnung (EU) über Medizinprodukte 2017/745 sind die Informationen festgelegt, die auf der Verpackung, in der die medizinische Gesichtsmaske geliefert wird, angebracht sein sollten.

      Folgende Informationen sind bereitzustellen:
      a) Nummer dieser Europäischen Norm
      b) Typ der Maske (nach den Angaben in der Tabelle)


      EN 149:2001+A1:2009: Atemschutzgeräte – Filtrierende Halbmasken zum Schutz gegen Partikel

      Vorwort

      Diese Europäische Norm wurde unter einem Mandaterarbeitet, das die Europäische Kommission und die Europäische Freihandelszone dem CEN erteilt haben und unterstützt grundlegende Anforderungen der Europäischen Richtlinien.

      Die Ergänzung von 2009 führt eine Klassifizierung für Geräte für den einmaligen Gebrauch ein.


      Einleitung

      Ein Atemschutzgerät kann nur zugelassen werden, wenn die einzelnen Komponenten denAnforderungen der Prüfvorschriften genügen und wenn mit einem vollständigen Gerät praktische Leistungsprüfungen erfolgreich durchgeführt worden sind.


      Anwendungsbereich

      Diese Europäische Norm legt Mindestanforderungen für filtrierende Halbmasken als Atemschutzgeräte zum Schutz gegen Partikeln, außer für Fluchtzwecke, fest.

      Laborprüfungen und praktische Leistungsprüfungen sind enthalten, um die Übereinstimmung mit den Anforderungen feststellen zu können.


      Einstufung

      Partikelfiltrierende Halbmasken werden nach ihrer Filterleistung und ihrer maximalen gesamten nach innen gerichteten Leckageeingeteilt. Es gibt drei Geräteklassen:

      FFP1, FFP2 und FFP3.

      Zusätzlich werden partikelfiltrierende Halbmasken danach eingeteilt, ob sie nur für eine Schicht zu gebrauchen oder wiederverwendbar (mehr als eine Schicht) sind.


      Grundlegende Leistungsanforderungen

      Klasse Gesamtleckage Maximaler Durchlass


      NaCl 95 l/min Paraffinöl 95 l/min
      FFP1 22 % 20 % 20 %
      FFP2 8 % 6 % 6 %
      FFP3 2 % 1 % 1 %




      Atemwiderstand

      Klasse Maximal zulässiger Widerstand (mbar)


      Einatmung
      Ausatmung

      30 l/min 95 l/min 160 l/min
      FFP1 0,6 2,1 3,0
      FFP2 0,7 2,4 3,0
      FFP3 1,0 3,0 3,0




      Kennzeichnung

      Damit eine partikelfiltrierende Halbmaske dieser Norm entspricht, muss sie u.a. mit folgenden Informationen gekennzeichnet sein:

      1. Mittel zum Identifizieren des Herstellers oder Lieferanten, z.B. Produktname
      2. Typ-identische Kennzeichnung.
      3. Zutreffende Klasse, z.B. „FFP2 NR D“, wobei „NR“ eine Maske kennzeichnet, deren Gebrauch auf eine Schicht beschränkt ist und danach entsorgt werden muss.
        „D“ steht für das Bestehen des für Einweg-Masken freiwilligen Dolomit-Tests. Er belegt, dass die Anforderungen an Filterdurchlass und Atemwiderstand auch nach längerer Tragezeit eingehalten werden.
      4. Die Nummer und das Jahr der Veröffentlichung dieser Europäischen Norm.
      5. Ende der Lagerzeit
      6. Die vom Hersteller empfohlenen Lagerbedingungen
      7. Eine Informationsbroschüre des Herstellers muss mit jeder kleinsten Handelspackung mitgeliefert werden
      8. CE-Zeichen gefolgt von einer vierstelligen Kennnummer der benannten Stelle, die die Baumusterprüfung für die Atemschutzmaske durchgeführt hat


      EN 166: Persönlicher Augenschutz

      Anwendungsbereich

      Diese Norm legt funktionelle Anforderungen für unterschiedliche Arten persönlicher Augenschutzgeräte fest.


      Arten von Augenschutzgeräten 

      Es werden drei verschiedene Arten unterschieden: Die Bügelbrillen mit und ohne Seitenschutz, Korbbrillen und Gesichtsschutzschilde. 


      Verwendungsbereiche der Augenschutzgeräte

      Augenschutzgeräte können, je nach ihren Eigenschaften, gegen

      • Stöße verschiedener Energien
      • Staub
      • Optische Strahlung,
      • Gase
      • Schmelzmetalle und heißen Festkörpern
      • Tropfen und Spritzer
      • und Störlichtbogen schützen

      Anforderungen

      Allgemein:
      Die Augenschutzgeräte dürfen keine Hautreizungen verursachen, keine vorspringenden Stellen, scharfe Kanten oder sonstige Fehler aufweisen, die voraussichtlich beim Tragen unbequem sind oder Verletzungen verursachen.

      Sichtscheibe:
      Augenschutzgeräte müssen über ein Mindest-Gesichtsfeld verfügen. Entsprechend der sphärischen, astigmatischen und prismatischen Brechwirkung werden die Sichtscheiben in 3 optische Klassen1 unterteilt. Zudem müssen sie UV-beständig sein.


      Kennzeichnung

      Sichtscheibe und Tragkörper sind getrennt zu kennzeichnen, außer sie bestehen aus einer Einheit. Die Kennzeichnung muss deutlich sichtbar und dauerhaft sein und darf die Sicht des Trägers nicht beeinträchtigt.


      Aufbau der Kennzeichnung

      1. Kennung des Tragekörpers
      Die Kennzeichnung des Tragekörpers beinhaltet das Herstellerkürzel, die Nummer dieser Norm, die Verwendungsbereiche und die Beständigkeit.
      2. Kennung Sichtscheibe
      Auf der Sichtscheibe werden zunächst das Herstellerkürzel, dann die optische Klasse, das Kurzzeichen für Nichthaften von Schmelzmetall und Beständigkeit gegen Durchdringen heißer Festkörper (falls zutreffend) und anschließend die Beständigkeit gegen Teilchen höherer Geschwindigkeit aufgeführt. Weitere Eigenschaften der Sichtscheibe sind an den letzten Ziffern erkennbar.


      Erläuterung: Klasse 1: ermöglicht Arbeiten mit besonders hohen Anforderungen an die Sehleistung (für den Dauergebrauch); Klasse 2: für Arbeiten mit durchschnittlichen Anforderungen an die Sehleistung geeignet; Klasse 3: sollte nur in Ausnahmefällen, für grobe Arbeiten ohne größere Anforderungen an die Sehleistung, eingesetzt werden (nicht für den Dauergebrauch). (Quelle: BGR 192 (ZH 1/703))



      KurzzeichenBeschreibung
      Optische Klassen der Sichtscheibe
      1 - Optische Klasse 1
      2 - Optische Klasse 2

      3 - Optische Klasse 3

      KurzzeichenBeschreibung
      Verwendungsbereiche des Augenschutzgerätes
      3Flüssigkeiten (Tropfen und Spritzer)
      4Staub mit einer Korngröße > 5 μm
      5Gase, Dämpfe, Nebel, Rauch und Staub mit einer Teilchengröße < 5 μm
      6Strahlungswärme von Infrarotquellen
      8Elektrische Lichtbogen bei Kurzschluss in elektrischen Anlagen
      9Spritzer von Schmelzmetallen und Durchdringen heißer Festkörper


      KurzzeichenBeschreibung
      Beständigkeit gegen Teilchen höherer Geschwindigkeit
      ohne KennungMechanische Grundfestigkeit
      SErhöhte mechanische Festigkeit: Kugelfalltest 43g-Stahlkugel
      FStößen mit niedriger Energie: Beschuss mit 0,88g-Stahlkugel, 45 m/s
      BStößen mit mittlerer Energie: Beschuss mit 0,88g-Stahlkugel, 120 m/s
      AStößen mit hoher Energie: Beschuss mit 0,88g-Stahlkugel, 190 m/s


      Kurzzeichen Beschreibun
      Weitere Eigenschaften
      N - Beständigkeit gegen Beschlagen der Sichtscheiben
      K - Oberflächenbeständigkeit gegen Beschädigung durch kleine Teilchen
      R - Erhöhter Reflexionsgrad
      C - Symbol für verbesserte Farberkennung
      O/Δ - Original-/Ersatz-Sichtscheibe

      EN 388: Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken

      Anwendungsbereich

      Diese Norm gilt für alle Arten von Schutzhandschuhen hinsichtlich physikalischer und mechanischer Belastungen wie Abrieb, Schnitt, Durchstechen, Reißen oder Fallschnitt. Darüber hinaus enthält sie Vorschriften über die elektrische Leitfähigkeit von Schutzhandschuhen.


      Einstufung und Anforderungen

      Die DIN EN388 gilt zusammen mit der Grundnorm DIN EN420. Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken müssen für wenigstens eine der in der Tabelle aufgeführten Eigenschaften mindestens die Leistungsstufe 1 erreichen:

      Test Leistungsindex

      0 1 2 3 4 5
      a. Abriebfestigkeit (Zyklen) < 100 100 500 2.000 8.000
      b. Schnittfestigkeit (Faktor) < 1,2 1,2 2,5 5 10 20
      c. Reißfestigkeit (Newton) < 10 10 25 50 75
      d. Stichfestigkeit (Newton) < 20 20 60 100 150

      In allen Fällen zeigt [0] die niedrigste Leistungsebene an.


      a. Abriebfestigkeit:

      Die Abriebfestigkeit wird als die Anzahl der bis zum Durchbruch erforderlichen Zyklen bestimmt. Als Durchbruch gilt derjenige Zustand, bei dem das Prüfmuster so weit abgenutzt ist, dass ein Loch entstanden ist.


      b. Schnittfestigkeit:

      Der Wert Schnittfestigkeit basiert auf der Anzahl der erforderlichen Testzyklen für das Zerschneiden des Testhandschuhs mit festgelegter Belastung (5 Newton) und konstanter Geschwindigkeit.


      c. Reißfestigkeit:

      Als Reißfestigkeit wird diejenige Kraft defi niert, die erforderlich ist, um einen Riss in einem rechteckigen Prüfmuster über die halbe Länge des Prüfmusters weiterzureißen.


      d. Stichfestigkeit

      Als Durchstichkraft wird diejenige Kraft defi niert, die erforderlich ist, um ein auf einer Haltevorrichtung befestigtes Prüfmuster mit Hilfe eines Stahlstifts mit festgelegten Maßen zu durchzustechen. Dies sollte nicht mit dem unter Verwendung von dünnen Spitzen oder Nadeln durchgeführten Perforieren verwechselt werden.


      Kennzeichnung

      Die Schutzfunktion gegen mechanische Verletzungen wird mit einem Piktogramm und vier Ziffern (Leistungsindex) angezeigt. Sie weisen auf die jeweiligen Leistungsstufen hin.

      EN 420: Allgemeine Anforderungen an Schutzhandschuhe

      Anwendungsbereich

      Diese Norm legt die allgemeinen Anforderungen von Schutzhandschuhen in Bezug auf Gestaltung, Konstruktion, Unschädlichkeit, Tragekomfort, Zweckmäßigkeit, Kennzeichnung und Produktinformationen fest.


      Definition

      Ein Schutzhandschuh ist Bestandteil einer persönlichen Schutzausrüstung zum Schutz der Hand oder aller Handbereiche vor Verletzungen, der Handschuh kann auch einen Teil des Unterarmes oder Armes bedecken.


      Einstufung

      Ein Leistungsindikator in Form einer Kennziffer (z. B. zwischen 0 und 4) zeigt an, wie sich ein Handschuh in einem spezifischen Test verhalten hat. Anhand dieses Indikators können die Ergebnisse der Prüfung eingestuft werden. Der Leistungsindikator 0 gibt an, dass dieser Handschuh entweder keinem Test unterzogen wurde oder nicht die Mindestanforderungen erfüllt. Je höher die Zahl, desto besser die Leistungsfähigkeit.


      Anforderungen

      Gestaltung und Konstruktion:

      Die Handschuhe müssen den höchstmöglichen Schutz bei den spezifischen Bedingungen des Einsatzes gewährleisten

      Bei Handschuhen mit Nähten darf die Stärke dieser Nähte nicht die allgemeine Leistungsfähigkeit des Handschuhs beeinträchtigen

      Unschädlichkeit:

      Die Handschuhe selbst dürfen keine Schädigung des Anwenders verursachen

      Der pH-Wert der Handschuhe muss zwischen 3,5 und 9,5 betragen

      Der Chromgehalt (VI) muss unterhalb der Nachweisebene liegen (< 10 ppm)

      Handschuhe aus Naturkautschuk müssen gemäß der Norm EN 455-3 auf extrahierbare Proteine getestet werden

      Reinigungsanleitungen:

      Wenn Pflegeanleitungen für Handschuhe mitgeliefert werden, sollen nach der empfohlenen Höchstzahl von Waschzyklen die Leistungsebenen noch erhalten sein

      Elektrostatische Eigenschaften :

      Antistatische Handschuhe zur Senkung des Risikos einer elektrostatischen Entladung müssen gemäß der Norm EN 1149 getestet werden

      Die erzielten Testwerte müssen in den Gebrauchsanleitungen angegeben werden

      Ein elektrostatisches Piktogramm darf NICHT verwendet werden

      Größe:

      Handschuhe unterhalb der Mindestlänge müssen als „Geeignet für spezielle Zwecke“ bezeichnet werden

      Bewegungsfreiheit :

      Entsprechend seinem Zweck muss ein Handschuh so viel Beweglichkeit wie möglich erlauben

      Transmission und Absorption von Wasserdampf:

      Wenn nötig, müssen Handschuhe eine Transmission von Wasserdampf ermöglichen (5mg/cm2 h)

      Lassen Handschuhe keine Transmission von Wasserdampf zu, muss der Wert mindestens 8 mg/cm2 für acht Stunden betragen

      EN 421: Schutzhandschuhe gegen ionisierende Strahlen und radioaktive Kontamination

      Anwendungsbereich

      Diese Norm gilt für Handschuhe, die zum Schutz vor ionisierender Strahlung und radioaktiver Kontaminierung vorgesehen sind.


      Einstufung und Anforderungen

      Die Art des Schutzes wird durch ein Piktogramm in Verbindung mit den spezifischen Schutzeigenschaften angegeben.


      Für den Schutz vor einer radioaktiven Kontaminierung muss der Handschuh flüssigkeitsdicht sein und die in der Norm EN 374 festgelegten Penetrationstests bestehen.

      Handschuhe, die in kontaminierten Bereichen zum Einsatz kommen, müssen eine hohe Permeationsdichtigkeit gegenüber Wasserdampf aufweisen.


      Für den Schutz vor einer ionisierenden Strahlung muss der Handschuh einen bestimmten Bleianteil enthalten, der als äquivalente Bleimenge angegeben wird. Jeder Handschuh muss mit dieser „äquivalente Bleimenge“ gekennzeichnet sein.

      Materialien, die einer Belastung durch ionisierende Strahlung ausgesetzt sind, können auf ihr Verhalten gegenüber einer Ozonrissbildung getestet werden. Dieser Test ist optional und kann zur Unterstützung der Auswahl von Handschuhen herangezogen werden, die eine Festigkeit gegen ionisierende Strahlung erfordern.

      EN 455: Medizinische Handschuhe zum einmaligen Gebrauch

      Anwendungsbereich

      Diese Norm legt die Anforderungen und Prüfverfahren von medizinischen Handschuhen zum einmaligen Gebrauch fest. Sie legt keine Anforderungen bezüglich Chemikalienbeständigkeit fest. Hier wird auf EN 374-1 „Schutzhandschuhe gegen Chemikalien und Mikroorganismen“ verwiesen.


      Einstufung

      Die DIN EN 455 besteht aus vier Teilen. Sie legen verschiedene Anforderungen an Handschuhe fest, die den Anwender gegen Kontaminationen schützen.


      EN 455-1:2000
      Anforderungen und Prüfung auf Dichtheit

      Diese Norm legt das Prüfverfahren und die Anforderung an die Dichtheit sowie die annehmbare Qualitätsgrenzlage (AQL) fest.


      EN 455-3:2006
      Anforderungen und Prüfung für die biologische Bewertung

      Diese Norm beschreibt Anforderungen und Prüfverfahren für die Bewertung der biologischen Sicherheit von medizinischen Einmalhandschuhen als Teil des Risikomanagements in Übereinstimmung mit EN ISO 14971 und EN ISO 10993, sowie für die Kennzeichnung und die Angabe von Informationen über die angewendeten Prüfmethoden.


      EN 455-4:2009
      Anforderungen und Prüfung zur Bestimmung der Mindesthaltbarkeit

      Diese Norm legt Anforderungen an die Haltbarkeitsdauer von medizinischen Handschuhen zum einmaligen Gebrauch, deren Kennzeichnung und die Offenlegung der für die Prüfverfahren relevanten Informationen fest.

      EN 511: Schutzhandschuhe gegen Kälte

      Anwendungsbereich

      Diese Norm gilt für alle Handschuhe, die für einen Schutz der Hand gegen Konvektions- und Kontaktkälte bis –50°C vorgesehen sind.


      Einstufung und Anforderungen

      Alle Handschuhe müssen mindestens die Leistungsebene 1 für Abrieb- und Reißfestigkeit der EN 388 erzielen.

      Die Schutzfunktion gegen Kälte wird durch ein Piktogramm und drei Leistungsindexe in Verbindung mit den spezifischen Schutzeigenschaften angegeben:


      a. Konvektionskältefestigkeit, Leistungsebene 0 – 4

      Bedeutet die thermischen Isolationseigenschaften, die durch eine Konvektionsübertragung von Kälte gemessen werden.


      b. Kontaktkältefestigkeit, Leistungsebene 0 – 4

      Meint die thermische Festigkeit des Handschuhmaterials im direkten Kontakt mit einem kalten Gegenstand.


      c. Wasserfestigkeit (0 oder 1)

      0 = Wasserpenetration nach 30 Belastungsminuten
      1 = keine Wasserpenetration.