DACH Atemschutzinfo I

EN 149:2001+A1:2009

Im August 2009 wurde die Norm EN 149:2001 vom CEN (Comité Européen de Normalisation), Europäisches Komitee für Normung durch den Anhang A1:2009 ergänzt. Die Bezeichnung der aktuellen Norm ist EN 149:2001 + A1:2009.

Die nationalen Normungsinstitute der folgenden Länder sind gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern.

 

Warum wurde die EN149:2001 ergänzt?

Nach der EN149:2001 wurde die partikelfiltrierende Halbmaske in einer Prüfkammer mit den Prüfaerosolen eingespeist. Nach 3 Minuten wurde der Durchlass der Prüfaerosolen gemessen. Im Gebrauch hat sich gezeigt, dass einige Masken diesen Test zwar bestanden hatten, ihre Filterleistung aber trotzdem rasch nachließ. Außerdem war die Gebrauchsdauer der partikel¬filtrierenden Halbmasken nicht klar geregelt.

Durch die Ergänzung A1:2009 wurde die Testmethode des Durchlasses des Filtermediums verschärft und die Gebrauchsdauer der partikelfiltrierenden Halbmasken geregelt. Zusätzlich wurde die Kennzeichnung der partikelfiltrierenden Halbmasken klar definiert.
Diese Ergänzung bietet dem Anwender mehr Sicherheit und Klarheit.

 

Regelung der Gebrauchsdauer

Nach der EN149:2001+A1:2009 wird gekennzeichnet, ob eine partikelfiltrierende Halbmaske nur eine Schicht lang oder darüber hinaus wiederverwendet werden darf. Dafür wird in der Artikelbezeichnung hinter der Kennziffer für die Schutzstufe ein „R“ (für „reusable“) für wiederverwendbar oder ein „NR“ (für „non reusable“) für nicht wiederverwendbar hinzugefügt.

Beispiel: Ist der Gebrauch einer Atemschutzmaske der Schutzstufe FFP3 für eine Arbeitsschicht vorgesehen, muss auf dieser Maske „FFP3 NR“ stehen. Ist sie wiederverwendbar, lautet die Bezeichnung „FFP3 R“.

 

Was ist ein „Dolomit-Test“?

Die partikelfiltrierende Halbmaske wird mit einer künstlichen Lunge über eine bestimmte Zeit mit einer bekannten Konzentration an Dolomitstaub beatmet. Anschließend wird ein Test auf Atemwiderstand und Filterdurchlass durchgeführt. Dabei dürfen festgelegte Werte nicht überschritten werden. Die partikelfiltrierende Halbmaske, die den „Dolomit-Test“ bestanden hat, muss zusätzlich mit dem Buchstaben „D“ gekennzeichnet sein, z.B. „FFP3 R D“.

Für wiederverwendbare Masken muss ein „Dolomit-Test“ durchgeführt werden. Bei partikelfiltrierenden Halbmasken, die für eine Schicht vorgesehen sind, kann diese Prüfung auf freiwilliger Basis erfolgen.

Eine partikelfiltrierende Halbmaske, die für eine Schicht vorgesehen ist und den freiwilligen „Dolomit-Test“ bestanden hat, bietet einen höheren Atemkomfort und sichereren Schutz.

 

Welche Besonderheiten haben wiederverwendbare Masken?

Zwischen zwei Schichten muss die Maske gereinigt und desinfiziert werden. Eine entsprechende Informationsbroschüre des Herstellers muss genaue Anweisungen zur Reinigung, Desinfektion und zur Aufbewahrung geben. Eine wiederverwendbare Maske muss den „Dolomit-Test“ bestehen und die Kennung „D“ tragen. Die vollständige Kennzeichnung wäre dann beispielsweise „FFP3 R D“.

 

Sind DACH Masken wiederverwendbar?

Um Masken zwischen zwei Schichten zu reinigen, zu desinfizieren und vorschriftsgemäß aufzubewahren, muss ein erheblicher Aufwand getrieben werden, den wir – unter Berücksichtigung des günstigen Preises für unsere Masken – für unwirtschaftlich halten. Außerdem bestehen Sicherheitsrisiken, wenn es bei Reinigung, Desinfektion und Aufbewahrung zu Fehlern kommen sollte.

Da die Vorzüge einer partikelfiltrierenden Einweg-Halbmaske überwiegen, sind alle DACH-Halbmasken für den Gebrauch in nur einer Arbeitssicht bestimmt.

 

Stand: September 2009

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