EN 166

Persönliche Schutzausrüstung (Augenschutz)

Anwendungsbereich
Diese Norm legt funktionelle Anforderungen für unterschiedliche Arten persönlicher Augenschutzgeräte fest.

Arten von Augenschutzgeräten 
Es werden drei verschiedene Arten unterschieden: Die Bügelbrillen mit und ohne Seitenschutz, Korbbrillen und Gesichtsschutzschilde. 

Verwendungsbereiche der Augenschutzgeräte
Augenschutzgeräte können, je nach ihren Eigenschaften, gegen
- Stöße verschiedener Energien,
- Staub,
- Optische Strahlung,
- Gase,
- Schmelzmetalle und heißen Festkörpern,
- Tropfen und Spritzer,
- und Störlichtbogen schützen. 

Anforderungen
Allgemein:
Die Augenschutzgeräte dürfen keine Hautreizungen verursachen, keine vorspringenden Stellen, scharfe Kanten oder sonstige Fehler aufweisen, die voraussichtlich beim Tragen unbequem sind oder Verletzungen verursachen.
Sichtscheibe:
Augenschutzgeräte müssen über ein Mindest-Gesichtsfeld verfügen. Entsprechend der sphärischen, astigmatischen und prismatischen Brechwirkung werden die Sichtscheiben in 3 optische Klassen1 unterteilt. Zudem müssen sie UV-beständig sein.

Kennzeichnung
Sichtscheibe und Tragkörper sind getrennt zu kennzeichnen, außer sie bestehen aus einer Einheit. Die Kennzeichnung muss deutlich sichtbar und dauerhaft sein und darf die Sicht des Trägers nicht beeinträchtigt.

Aufbau der Kennzeichnung
(1) Kennung des Tragekörpers
Die Kennzeichnung des Tragekörpers beinhaltet das Herstellerkürzel, die Nummer dieser Norm, die Verwendungsbereiche und die Beständigkeit.
(2) Kennung Sichtscheibe
Auf der Sichtscheibe werden zunächst das Herstellerkürzel, dann die optische Klasse, das Kurzzeichen für Nichthaften von Schmelzmetall und Beständigkeit gegen Durchdringen heißer Festkörper (falls zutreffend) und anschließend die Beständigkeit gegen Teilchen höherer Geschwindigkeit aufgeführt. Weitere Eigenschaften der Sichtscheibe sind an den letzten Ziffern erkennbar.

Zuletzt angesehen