EN 388

Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken

Anwendungsbereich
Diese Norm gilt für alle Arten von Schutzhandschuhen hinsichtlich physikalischer und mechanischer Belastungen wie Abrieb, Schnitt, Durchstechen, Reißen oder Fallschnitt. Darüber hinaus enthält sie Vorschriften über die elektrische Leitfähigkeit von Schutzhandschuhen. 

Einstufung und Anforderungen
Die DIN EN388 gilt zusammen mit der Grundnorm DIN EN420. Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken müssen für wenigstens eine der in der Tabelle aufgeführten Eigenschaften mindestens die Leistungsstufe 1 erreichen.

a) Abriebfestigkeit:
Die Abriebfestigkeit wird als die Anzahl der bis zum Durchbruch erforderlichen Zyklen bestimmt. Als Durchbruch gilt derjenige Zustand, bei dem das Prüfmuster
so weit abgenutzt ist, dass ein Loch entstanden ist.

b) Schnittfestigkeit:
Der Wert Schnittfestigkeit basiert auf der Anzahl der erforderlichen Testzyklen für das Zerschneiden des Testhandschuhs mit festgelegter Belastung (5 Newton) und
konstanter Geschwindigkeit.

c) Reißfestigkeit:
Als Reißfestigkeit wird diejenige Kraft defi niert, die erforderlich ist, um einen Riss in einem rechteckigen Prüfmuster über die halbe Länge des Prüfmusters
weiterzureißen. 

d) Stichfestigkeit:
Als Durchstichkraft wird diejenige Kraft defi niert, die erforderlich ist, um ein auf einer Haltevorrichtung befestigtes Prüfmuster mit Hilfe eines Stahlstifts mit festgelegten Maßen zu durchzustechen. Dies sollte nicht mit dem unter Verwendung von dünnen Spitzen oder Nadeln durchgeführten Perforieren verwechselt werden.

Kennzeichnung
Die Schutzfunktion gegen mechanische Verletzungen wird mit einem Piktogramm und vier Ziff ern (Leistungsindex) angezeigt. Sie weisen auf die jeweiligen Leistungsstufen hin.

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