EN 374

Schutzhandschuhe gegen Chemikalien und Mikroorganismen

Anwendungsbereich
Diese Norm legt die Eigenschaften von Handschuhen zum Schutz des Anwenders vor Chemikalien und/oder Mikroorganismen fest. Sie gilt in Verbindung mit der Grundnorm DIN EN420 und legt keine Anforderungen gegen jegliche Gefährdungen durch mechanische Beanspruchung fest. Hier wird auf die DIN EN 388 verwiesen.

Einstufung
Die DIN EN 374 besteht aus drei Teilen. Sie legt die Anforderungen an Handschuhe fest, die den Anwender gegen Chemikalien und/oder Mikroorganismen schützen.
DIN EN374-1: Terminologie und Leistungsanforderungen Diese Norm legt Anforderungen fest, die den Benutzer gegen Chemikalien und/oder Mikroorganismen schützen und definiert die gebräuchlichen Begriffe.

DIN EN374-2: Bestimmung des Widerstandes gegen Penetration von Chemikalien In dieser Norm wird ein Prüfverfahren für den Widerstand bei Handschuhen gegen Penetration, die gegen Chemikalien und/oder Mikroorganismen schützen, beschrieben.

DIN EN374-3: Bestimmung des Widerstandes gegen Permeation von Chemikalien Diese Norm behandelt die Bestimmung des Widerstandes von Werkstoff en für Schutzhandschuhe gegen die Permeation von möglicherweise gefährdenden, nicht gasförmigen Chemikalien unter der Bedingung des ununterbrochenen Kontaktes.

Anforderungen
Penetration: 
Sie bezeichnet das Eindringen einer Chemikalie und/oder eines Mikroorganismus (auf nicht molekularer Ebene) durch poröse Stellen, Nähte, Nadellöcher oder andere
Defekte in einen Schutzhandschuh. Handschuhe müssen dicht sein bei der Prüfung nach den in den entsprechenden Abschnitten der EN 374-2 angegeben Prüfverfahren (Luft-Leck-Prüfung und Wasser-Leck-Prüfung). Diese Prüfung erfolgt anhand des AQL-Wertes (acceptance quality limit) nach ISO 2859.

Permeation:
Dieser Begriff meint die Durchbruchszeiten, die eine gefährliche Flüssigkeit bis zum Hautkontakt benötigt. Die Gummi- und Kunststoff schichten eines Handschuhs bilden nicht immer eine Flüssigkeitsbarriere. Manchmal reagieren sie wie ein Schwamm, indem sie Flüssigkeit aufsaugen und gegen die Haut drücken. Daher ist es wichtig, die Permeation zu ermitteln. Alle Chemikalientests werden in Durchbruchszeiten klassifi ziert (Leistungsindex 0 bis 6).

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